Platz Nummer 1: Direkt beim Erzeuger
Wie beim Gemüse gilt auch beim Kauf von Comics: Am besten holt man sich’s direkt vom Erzeuger. Zumindest Indie- und Undergroundartists haben meistens einen Onlineshop oder verticken ihre Bücher und Hefte zusätzlich auf Etsy. Die Plattform sehe ich aber aufgrund der Gebühren und ihres Umgangs mit KI eher kritisch.

Wo findet man neue Indie-Comics?
Wenn ihr euch jetzt fragt, wie ihr denn coole neue Artists findet, dann kann ich euch zwei Tipps geben:
- Zum einen die Website von Comic in Bayern. Dort gibt es eine Datenbank von Comicschaffenden aus Bayern, egal ob Newcommerin oder etablierter Profizeichner*in, dort wirst du fündig.
- Außerdem kann ich Bluesky empfehlen. Auf diesem Netzwerk treibt sich wirklich ein großer Teil der Szene rum (national und international). Es gibt Personen-Listen, denen man mit einem Klick folgen kann. So bleibt man auf dem neuesten Stand. Denn dort kommuniziert die Szene miteinander und alles ist top aktuell.
Platz Nummer 2: Dude’s Comic Corner
Die Comic Corner Crew versucht Fachhandel und Szene zusammenzubringen. Wenn man das riesige Angebot auf der Website sieht, dann glaubt man kaum, dass es sich um einen kleinen Laden aus Jena handelt. Von Mainstream bis Underground, von franko-belgischen Comics bis koreanischem Manga ist hier alles vertreten und wenn etwas nicht vorrätig ist, versucht das Team wirklich viel, um deine Wünsche wahr zu machen.

Dude’s Comic Corner ist das, was Deutschland noch viel häufiger braucht - Ein Fachhandel, der die lokale Szene unterstützt, Teil davon ist und daraus ein funktionierendes Geschäft macht. Mein Appell also: Wenn ihr online Comics bestellt - dann dort!
Hier möchte ich auch anmerken, dass ich hier unbezahlte Werbung mache. Das tue ich, weil ich den Laden persönlich gut finde und möchte, dass ihr das wisst.
Platz Nummer 3: Lokale (Comic-)Buchläden
Ob du es glaubst oder nicht, Comics gehören zur Literatur. Sie werden (meist) von Verlagen vertrieben und können demnach von jedem Buchladen bestellt werden. Wenn dein Buchladen also keine Comics führt, dann bestelle welche. Bring den Comic in den lokalen Buchhandel!

So unterstützt du lokale Unternehmen. Das ist gut, denn Fachgeschäfte sind wirklich viel wert. Dort arbeiten Leute, die Ahnung haben und dich beraten können. Kauf deine Sachen da, entdecke vielleicht noch etwas Neues und dein Laden vor Ort bleibt noch ein wenig am Leben.
Bei lokalen Comicbuchläden ist das noch wichtiger, denn die sind sowieso schon rar und jede Stadt, die einen hat, kann sich glücklich schätzen. Dort treffen sich Gleichgesinnte, es gibt meist noch weitere nerdige oder popkulturelle Events, wie z.B. Friday Night Magic etc. Das ist also nicht nur ein Laden, sondern ein Treffpunkt. Das sollte man unterstützen.
Dein Verhalten macht einen Unterschied
Was wäre so ein Blogartikel ohne Call-to-Action oder (in meinem Fall) einem kleinen moralischen Appell? Denn ja, wie so oft liegt auch einiges in deiner Hand. Das Kaufverhalten des Einzelnen zählt. Denn wenn sich mehr Leute (wie ich) dazu entscheiden Amazon und Co zu meiden, dann profitieren davon andere.
Das ist in meinen Augen im Comic-Umfeld besonders wichtig, denn in Deutschland kann man nur sehr schwer von Comics leben. Das gilt für alle Beteiligten der Produktionskette: Autoren, Zeichner, Verlage und Verkäufer. Deswegen ist es so wichtig, dass viele den Entschluss treffen und bewusst da kaufen, wo du keinen riesigen Konzern, sondern die Szene und die Menschen dahinter unterstützt:
- beim lokalen Handel
- bei deutschen Versandanbietern
- direkt beim Künstler.
So und wenn du jetzt noch Bock hast, dann gehe gern auf meinen Shop und kauf ein paar Astrozwerge Comics. Das wär richtig geil.
Danke fürs Lesen und bis zum nächsten Mal.
Euer Käptn.
